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Journalistenschülerinnen

Journalistenschülerinnen

Eine Kritik zum „Zeit“ Artikel „Auf dem Boulevard der Wissenschaft“ vom 26.5.2020

In der von mir so geschätzten „Zeit“ las ich vor kurzem folgenden Ausschnitt aus einem längeren Text:

Auch Journalistenschülerinnen kennen die Empfehlung, sich doch mindestens mal für die Länge eines Praktikums ins Stahlbad Boulevardjournalismus zu tauchen, um dort zu lernen, wie man komplexe Sachverhalte treffend auf 80 Zeilen und schließlich packend in eine fettgedruckte Zeile bekommt, auf dass eine wichtige Information verständlich an eine möglichst große Öffentlichkeit gelange. 

Und dann weiter:

Was dem Boulevardjournalisten dabei positiv unterstellt wird, ist eine Mischung aus Kreativität und Furchtlosigkeit auch in der Recherche. Er mag ein beharrlicher, enervierender Zeitgenosse sein, aber während das Feuilleton die Themen noch ewig mit „Hintergrundrecherche“ (meint: Lesen anderer Artikel) umkreist, hat er längst den Telefonhörer zwischen Ohr und Schulter eingeklemmt oder befindet sich in Ecken des Internets, wo kein Journalist je gewesen ist.

Mich ließ dieser Text mit vielen Fragen zurück, stellt doch gerade die „Zeit“, das Zentralorgan der Deutschlehrer einen Leuchtturm der Orientierung dar in dieser so unsicheren Zeit dar.

Da ist nämlich von Journalistenschülerinnen die Rede! Wer ist damit gemeint? Und ist das auch korrekt? Bezieht sich das jetzt nur auf Schülerinnen von Journalisten (ich wusste gar nicht, dass Journalisten Schülerinnen haben) oder auch auf Schüler von Journalisten? Wie steht es mit Schülern von Journalistinnen und Schülerinnen von Journalistinnen? Müsste es dann nicht heißen: JournalistInnenschüleInnen? Oder, das wäre m.E. besseres deutsch: Journalistinnenschülerinnen Journalistenschülerinnen, Journalisteninnenschüler und  Journalistenschüler???

Und was ist mit denjenigen, die sich nicht einem dieser Geschlechter und damit dem sozialen Konstrukt dahinter unterwerfen wollen?

Müsste es dann nicht besser heißen: Jounalistixe (schreibt man das so?) und Schülerixe? Und müsste man dann nicht eigentlich schreiben

Journalistinnenschülerinnen Journalistenschülerinnen, Journalisteninnenschüler, Journalistenschüler, Journalistinnenschülerixe, Journalistenschülerixe, Journalistixschüler und  Journalistixschülerinnen und  Journalistixschülerixe??

Ich hoffe, es fühlt sich keiner diskriminiert!

Richtig hart wird es natürlich mit dem „Boulevardjournalisten“ und dem „Zeitgenossen“, denen hier ja einiges positiv unterstellt wird! Das ist nun eindeutig diskriminierend gegen alle Boulevardjournalistinnen und Boulevardjournalistixe, Zeitgenossinnen und Zeitgenossixe, denen zum Beispiel Kreativität abgesprochen wird!

Ich denke man sollte weiterhin der Frage nachgehen ob sich nicht auch hinter Wörten wie „Journal“, „Boulevard“ oder „Feuilleton“ europäische Konstrukte stehen, die die afrikanischen, asiatischen oder indianischen Vorstellungen negieren und implizit eine spezifisch „weiße“, kolonial-imperialistische Weltsicht propagieren!

Denken sie darüber bitte einmal nach!

Mit freundlichen Grüßixen, Michael Berger

Willkommen auf meinem Blog!

Willkommen auf meinem Blog!

Darauf hat die Welt gewartet – endlich setze ich mich hin und schreibe. Seit Jahren schon arbeite ich an diversen Buchprojekten (ein Philosophiebuch, ein Geschichtsbuch, ein Buch über mich selbst, einen Gedichtband) und so viel mehr Ideen. Und jetzt hab` ich tatsächlich einen Lyrikband herausgebracht. Weil ich aber leider zur arbeitenden Bevölkerung gehöre und außerdem mehrere schulpflichtige Kinder habe, ist mein Zeit- und Denkbudget sehr begrenzt. Schließlich bin ich auf die Idee mit der Homepage gekommen. So kann auch kurze Texte und Bruchstücke veröffentlichen ohne gleich ein Buch herauszugeben. Nun kann die Welt meinen Ansichten (in Wirklichkeit bin ich natürlich ein Alien und kein Fisch) profitieren und ich kann das alles von meinem Schreibtisch aus machen;)

Naja, die Welt wird nicht auf mich warten, aber vielleicht erreiche so auch ein paar Leute, die ich sonst nicht erreiche. Die Homepage ist natürlich noch ein Baby – aber ich hab` schon viele Ideen, mit denen ich sie füllen will.

Neben der Lyrik bin ich immer schon sehr an Geschichte interessiert – daneben sind es Themen wie Kunst, Musik, Philosophie, Satire, Bildung und der Mensch in allen seinen Facetten. Die Bildung liegt mir sehr am Herzen, weil ich nebenbei noch (aktiver) Lehrer bin.

Den Blog schreibe ich, weil ich so eine Möglichkeit sehe, das was mich innerlich bewegt mit Menschen anderen Menschen teilen zu können.

Eine Besucherseite habe ich nicht – aber dafür eine email-Adresse zur Kontaktaufnahme.

So hoffe ich auf eine reiche und bereicherte Leserschaft!

Michael Berger